"Der Böse ist nicht Brüs­sel, son­dern Un­ter­stel­ler"

Veröffentlicht am 11.08.2017 in Presseecho

Andreas Stoch (rechts), Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, hört sich bei einem Stadtspaziergang mit Georg Sattler (Mitte), Willi Kamm (links) und Bürgern die Anliegen der Tuttlinger SPD an.  Foto: Michael Häußler (Gränzbote)

Gränzbote, 11.08.2017

SPD-Wahlkampf: Bei Stadtspaziergang mit Andreas Stoch ist überwiegend die Donau Gesprächsthema

Tuttlingen - "Der Herr Umweltminister soll sich gefälligst hierher bewegen und sich der Diskussion stellen." Das hat der Bundestagskandidat der SPD für den Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen, Georg Sattler, bei einem Stadtspaziergang am Donnerstag mit SPD-Landtagsmitglied Andreas Stoch gefordert. Die Donau war das Thema mit dem größten Diskussionsbedarf. Vor allem Umweltminister Franz Untersteller (Bündnis 90/Grüne) wird scharf in die Kritik genommen. Auch der Name des Europaministers, Guido Wolf, wird ins Spiel gebracht.

"Der Europaminister hat uns das Problem als Landrat eingebrockt", so Tuttlingens Bürgermeister und SPD-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, Willi Kamm. Wolf habe die Lawine ins Rollen gebracht, weil er auf die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie gepocht und in letzter Konsequenz den Abbau des Wehres ins Spiel gebracht habe. Es wäre für Kamm besser gewesen, wenn Landkreis und Stadt eine gemeinsame Lösung erarbeitet hätten: "So viel politischen Spielraum gibt es."

Auf den Umweltminister schimpfen dagegen viele, die am Stadtspaziergang teilnehmen. Auch Stoch spart dabei nicht an Kritik. "Die wirklichen Probleme siehst du nur vor Ort." Daher müsse man als Politiker raus aus dem Glaskasten in Stuttgart.

Die Tuttlinger Donau sei längst in den überregionalen Medien angekommen. "Das ist ein großes Thema. Vor allem emotional", so Stoch. Für ihn sei es wichtig, sich nicht vor einen anderen parteilichen Karren spannen zu lassen. Der Widerstand gehe durch die gesamte Bevölkerung und sei auch parteiübergreifend.

Zur Vorsicht mahnt Stoch die Spaziergänger, bei Schuldzuweisungen nach Brüssel an die EU. "Das unterstützt nur diejenigen, die Europa abschaffen wollen", sagt er. Kamm unterstützt diese Meinung. "Die Bösen sitzen nicht in Brüssel, sondern in Stuttgart. Der Böse ist Untersteller."

Gefordert wird der Kompromiss. Denn das europäische Gesetz, das hier greift, sei abstrakt und müsse einzeln betrachtet werden. "Es gibt da sicher Möglichkeiten, auf Sie zuzugehen", ist sich Stoch sicher.

 
 

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