Klinkstandort Spaichingen: Entscheidung nicht vertagen

Veröffentlicht am 06.02.2019 in Kreistagsfraktion

Stellungnahme der SPD-Kreistagsfraktion zum Klinikstandort Spaichingen

Gränzbote, 06.02.2019

Tuttlingen/Spaichingen

(pm) - "Wir können und wollen es uns nicht einfach machen, um über die Zukunft des Klinikums Spaichingen zu entscheiden. Es ist uns bisher nicht gelungen eine Linie der Nachhaltigkeit und des Konsens zu finden", schreibt der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Dieter Müller in einer Stellungnahme der Fraktion.

Es seien verständlicherweise viele Emotionen im Spiel, die nur durch eine sachliche Diskussion und entsprechende fundierte Entscheidungsgrundlagen beruhigt werden könnten. Der SPD Kreistagsfraktion sei eine zukunftsorientierte medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im nördlichen Landkreis und im ganzen Landkreis Tuttlingen wichtig. Da gebe es keinen Dissens.

"Wenn wir Tuttlingen, Spaichingen, ja den ganzen Landkreis, nicht als Gesamtes sehen, dann befürchten wir, dass wir die Grundlagen einer guten Gesamtversorgung der Bürger, ja auch den Klinikstandort Tuttlingen mit gefährden." Es lägen nun neue, diskussionswürdige und gute Vorschläge auf dem Tisch, die man auf ihre Machbarkeit und Umsetzung prüfen müsse.

Das müssten unabhängige und kompetente Gutacher tun. "Spaichingen muss das bekommen was es leisten und erbringen kann und dafür müssen wir gute und tragfähige Angebote erarbeiten." Es sei an der Zeit, dass die Protagonisten zu Wort kommen: Die handelnden Ärzte, die betroffenen Mitarbeiter. "Landrat Bär und Sascha Sartor sind dem Auftrag des Aufsichtsrates des Klinikums gefolgt, für den Standort Spaichingen zukunftsweisende Lösungen zu erarbeiten und zu diskutieren. Es war also keine einsame Entscheidung dieser Herren, daran waren bis auf eine Ausnahme alle Vertreter der Fraktionen im Aufsichtsrat beteiligt."

Mit den Kostenträgern im Gesundheitswesen, den Krankenkassen müsse man ebenfalls reden "und sie eindringlich daran erinnern, dass sie ein Teil des Problems sind und sie sich an einer gemeinsamen Lösung zu beteiligen haben."

Die AOK habe den Slogan "Die Gesundheitskasse". Man habe manchmal den Eindruck, es gehe den Krankenkassen mehr um die Gesundheit ihrer Finanzen, als um die angemessene finanzielle Versorgung der Kliniken. "Dies zeigt sich im alltäglichen Geschäft, bei dem versucht wird, durch ständig neue Vorgaben, wie beim Transport von Schlaganfallpatienten, um eine Kostenerstattung herum zu kommen."

Er wolle für die Mehrheit der SPD-Fraktion zum Ausdruck bringen, "dass wir uns für die Erhaltung und Stärkung einer optimalen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im nördlichen Landkreis und somit in Spaichingen einsetzen. Es hilft nach unserer Meinung nicht, die Entscheidung zu vertagen."

Damit mache man sich nicht ehrlicher gegenüber den Mitarbeitern. Die müssten nun wissen wie es in Spaichingen weitergehen kann. Darauf hätten auch die Bürgerinnen und Bürger ein Anrecht.

 
 

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