Nicht nur mehr, sondern die richtigen Wohnungen müssen entstehen.

Veröffentlicht am 03.05.2019 in Kommunalpolitik

Für Personen mit Problemen beim Zugang zum Wohnungsmarkt, oder Personengruppen mit geringem Einkommen gestaltet sich die Wohnraumversorgung sehr schwierig. Die Zuweisung von Geflüchteten erschwert das Angebot von preisgünstigem Wohnraum zusätzlich. Der knappe preisgünstige Wohnraum in Spaichingen ist nicht ein Phänomen des aktuellen Marktes mit gestiegenen Baulandpreisen und Baukostenpreisen, es ist ein Resultat von vernachlässigter aktiver Wohnungspolitik in der Stadt.

Eine aktive soziale Wohnungspolitik darf nicht von der Konjunkturlage abhängen und darf nicht als kurzfristige Reaktion auf Engpässe der Versorgung in Spaichingen gesehen werden. Dafür ist sie von zu hoher sozialpolitischer Relevanz und bietet mit ihrer auf Dauer angelegten Lösung eine hohe Attraktivität für unsere Stadt. Diese Attraktivität kommt uns auch bei der Gewinnung von Fachkräften zugute.

Wohnen muss auch öffentliche Aufgabe sein. Die Finanzierung dieser aktiven Wohnungspolitik kann über Fördermittel des Landes beantragt werden. Die dazu vorgesehenen Fördermaßnahmen werden im sogenannten Kommunalfonds Wohnraumoffensive BW zusammengefasst. Das Land möchte damit den sozialen Wohnungsbau für die Kommunen attraktiver machen.

Nicht nur mehr, sondern die richtigen Wohnungen müssen entstehen. Unsere Strategie war über Jahrzehnte ein kontrolliertes Wachstum. Mit der Ausweisung neuer Baugebiete haben wir grundsätzlich die Intention verfolgt, jungen Familien ein neues Zuhause zu bieten. Leider ist es nicht gelungen, dem sozialen Aspekt ausreichenden Raum zu bieten. Wohnraum ist auch in Spaichingen zwischenzeitlich ein Luxusgut geworden, dass sich Familien, Alleinerziehende und Ältere kaum leisten können. So wird bezahlbarer Wohnraum zu einer der herausragenden Fragen und Aufgabenstellungen.

Bezahlbare Wohnungen in sinnvoller Größe. Über die Jahrzehnte wohnen immer weniger Menschen in immer größeren Wohnungen. Die Quadratmeterzahl pro Wohnungsnutzer ist stark gestiegen. Da die Wohnungen kaum noch bezahlbar sind und solche großen Wohnungen nicht immer notwendig sind, wollen wir für junge Menschen, Singles und Menschen, die im Alter alleine leben, kleinere Wohnungen anbieten.

 
 

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