Feministische Außen- und Entwicklungspolitik

Veröffentlicht am 30.09.2022 in Ortsverein

Das Konzept der feministischen Außenpolitik eröffnet eine neue Sichtweise auf Fragen der Sicherheit: weg vom rein militärischen Denken hin zu einem erweiterten Fokus, der neben dem Kriegsgeschehen auch die Zivilbevölkerung berücksichtigt: Frauen, Männer, Kinder, Alte, Kranke. Eine feministische Außenpolitik setzt unter anderem darauf, soziale, gesundheitliche und ernährungspolitische Kriegsfolgen mitzudenken und Frauen viel mehr als bislang an Friedensgesprächen zu beteiligen.

Dass das keine Utopie ist, zeigt die Resolution 1325, Frauen, Frieden und Sicherheit des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2000. Sie fordert den Schutz von Frauen in Konfliktsituationen und die Verhinderung geschlechtsspezifischer oder sexualisierter Gewalt. Aber sie geht weit darüber hinaus: NO WOMEN NO PEACE Die Teilnahme von Frauen an Friedensprozessen ist von entscheidender Bedeutung, um Konflikte zu bearbeiten und gewaltfrei zu beenden, denn Frauen verstehen unter Sicherheit nicht nur das Fehlen von Gewalt, sondern erkennen, wie wichtig es dafür ist, auch für Gerechtigkeit und gutes Leben zu sorgen.
Schwedens Außenpolitik setzt dies seit Jahren um. Die außenpolitische Strategie des skandinavischen Landes geht davon aus, dass Gleichstellung keine Frauenfrage ist, sondern die gesamte Gesellschaft betrifft.
Zahlreiche Studien belegen, dass Friedensprozesse, an denen Frauen beteiligt sind, nachhaltiger werden. Trotzdem liegt der Anteil von Frauen an den Verhandlungstischen im einstelligen Prozentbereich.
 
Wir von SPD Regio3 finden solche Strategien erfolgversprechender als die herkömmliche Diplomatie. Wie kann die "Teilnahme von Frauen an Friedensprozessen" Wirklichkeit werden?
 
Dieser Frage wollen wir uns am Samstag, 1. Oktober im evangelischen Gemeindehaus (Brenz-Saal) in der Gartenstraße 1 in Tuttlingen ab 18:00 Uhr stellen.
 
Tuttlingen ist nach Donaueschingen der zweite Veranstaltungsort dieser Reihe. Im Dezember gehen wir in den Kreis Rottweil. Derya Türk-Nachbaur, MdB im Wahlkreis Schwarzwald-Baar, die auch unseren Wahlkreis Rottweil-Tuttlingen betreut, hält an allen drei Nachmittagen das Impulsreferat und begleitet die Diskussion im anschließenden World Café an drei Thementischen.
 
Herzliche Einladung ergeht an alle Mitmenschen, die sich für die Sache interessieren.
 
Viele Grüße
Regio3 Team

 
 

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