Willy-Brandt-Medaille für Dieter Müller und Hellmut Dinkelaker

Veröffentlicht am 15.08.2022 in Ortsverein

Hellmut Dinkelaker (l.) und Dieter Müller (r.) spenden mit Hilfe des Ortsvereins an den Tafelladen.

Die Willy-Brandt-Medaille ist die höchste Auszeichnung, die die SPD verleihen kann. Mit ihr werden Mitglieder ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise um die Sozialdemokratie verdient gemacht haben. Der Tuttlinger Ortsverein der SPD hat nun gleich zwei Willy-Brandt-Medaillen im Rahmen ihres Sommerfests verliehen. Übergeben wurden die Auszeichnungen von der Bundestagsabgeordneten Derya Türk-Nachbauer (Bad Dürrheim), die ehrfurchtsvoll betonte, dass dies das erste Mail sei, dass sie während ihrer Amtszeit eine so hochrangige Auszeichnung verleihen dürfe.

Dieter Müller war sichtlich bewegt, als er mit der höchsten Parteiauszeichnung überrascht wurde. Er wurde 1986 in den Gemeinderat gewählt und gehörte dem Gremium über 35 Jahre lang an, bis er Anfang des Jahres seinen Abschied nahm. Dem Kreistag gehört er seit 1994 an. Soziale Themen standen auf seiner Agenda immer ganz oben. Bezahlbarer Wohnraum, Teilhabe von Jugendlichen und Senioren, Förderung von Sozialverbänden sind nur ein Ausschnitt seiner politischen Arbeit, die er durch viele weitere ehrenamtliche Tätigkeiten ergänzt. Indem er sich für Schwächere einsetzt und stets das Wohl der Menschen im Blick hat, verkörpert er die Grundidee der Sozialdemokratie in besonderem Maße.


Hellmut Dinkelaker, der wie Müller Anfang des Jahres aus dem Gemeinderat ausschied, trat 1978 in die SPD ein und war von 1987 bis 1994 Ortsvereinsvorsitzender. Seither hat er der Partei ein Gesicht gegeben. 1989 wurde er in den Gemeinderat gewählt und gehörte diesem mit Unterbrechung bis 2022 über 22 Dienstjahre hinweg an, lange als Fraktionsvorsitzender. Im Gemeinderat war er kritisch, vielleicht hin und wieder unbequem. Für seine Überzeugung tritt er konsequent und hartnäckig ein, im Rat genauso wie im Ortsverein der Partei, wo er nach wie vor als Beisitzer im Vorstand tätig ist. Dinkelaker überzeugt durch Argumente, hat sein Ohr am Bürger. Seine politische Position erklärt, diskutiert und hinterfragt er im Gespräch mit anderen. Was hinter den Kulissen passiert, ist oft viel Arbeit. Das gilt für den ASB, als dessen Vorsitzender er sich engagiert, für die Kunst, die seine Leidenschaft ist, und für die Partei, die er jahrelang als tragende Säule gestützt hat.


Statt eines Blumenstraußes wünschten sich die beiden ein Geldgeschenk, das als Spende für den Tafelladen verwendet werden sollte. Die Genossinnen und Genossen haben insgesamt 750 Euro gesammelt, die nun als Unterstützung an den Tafelladen gehen. Eigentlich sollte es Einrichtungen wie eine Tafel in unserer Gesellschaft nicht geben müssen. In der Realität wird die Arbeit in den Tafeln aber immer angespannter: die Zahl der Bedürftigen nimmt zu statt ab, die Personalsituation ist kritisch, Lebensmittelspenden werden knapper und Inflation und steigende Energiekosten werden für die Arbeit der Tafeln deutlich spürbar. Gerade diese Kosten wollen Dieter Müller und Hellmut Dinkelaker mit ihrer Spende ein wenig abfedern.


Da die Willy-Brandt-Medaille eine sehr seltene Auszeichnung ist, freut es die SPD besonders, dass in diesem Jahr noch ein dritter Genosse diese besondere Ehre erlangt hat. Bereits im Juni wurde Herwig Klingenstein vom Ortsverein Möhringen für seine Verdienste um den Ortsverein geehrt. Susi Hein überreichte ihm die Ehrung, die er sich in 60 Jahren Parteizugehörigkeit, 43 Jahren Gemeinderat und 10 Jahren als Möhringer Ortsvorsteher, redlich erarbeitet hat.
 

 
 

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